Fairer Handel – ein Plus für alle ... seit 40 Jahren in Ludwigsburg!

 
Schulunterricht auch für Mädchen aus armen Familien ... s. Bericht unten

2017: 29.800 €uro für 10 Projekte vergeben: Übersicht  
2016: 24.600 €uro für 9 Projekte vergeben: Übersicht  
2015: 25.000 €uro für 12 Projekte
vergeben:
Übersicht  
2014: 21.030 €uro für 10
Projekte vergeben:
Übersicht  
2013: 19.500 €uro für 8 Projekte vergeben: Übersicht  
2012: 21.000
€uro für 10 Projekte vergeben:
Übersicht
2011: 19.800 €uro für 9 Projekte
vergeben: Übersicht
2010:  21.500 €uro für 12 Projekte:
Übersicht
2009:  25.400 €uro für 12
Projekte: Übersicht
2008:  26.800 €uro für 10 Projekte:
Übersicht

MATI – Schulbildung für die Ärmsten in Bangladesh

MATI ist eine Hilfsorganisation im Norden von Bangladesh, die wir seit 2007 mit bisher über 25.000 Euro unterstützt haben. In diesem Jahr haben wir 3.300 Euro überwiesen, damit die Wände und das Geländer der Bibliothek neu gemacht werden können. Außerdem finanzieren wir damit eine Wasserpumpe für die Felder der Schule, 280 Schuluniformen und den Lohn für eine Nähausbilderin. Wie die Leiterin Andrea Rahaman bei ihrem Besuch im Weltladen am 21.Juli berichtete, feiert die MATI-Schule dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Sie wird z.Zt. von 280 Schülerinnen und Schülern besucht, die aus sehr armen Verhältnissen stammen.

Nur in der MATI-Schule können sie ein Schulbildung erhalten, denn nur hier müssen sie keine Schulgebühren bezahlen und bekommen täglich eine warme Mahlzeit. Auch die Schuluniformen für umgerechnet 3,50 Euro könnten sie nicht bezahlen. Die Uniform ist in Bangladesh aber wichtig, weil sie den Status der Kinder über das Niveau von Straßenkindern und Bettlern hebt. Dass diese Kinder dort besonders gut lernen können, beweist die Tatsache, dass die MATI-Schule schon mehrfach in den Abschlussprüfungen als erfolgreichste Schule der Region Huzurikanda ausgezeichnet wurde. MATI betreibt auch Projekte zur Berufsausbildung, Alphabetisierung für Frauen und für medizinische Versorgung in den Dörfern. Mit Mikrokrediten ohne Zinsen (!) hat MATI schon vielen Frauen zu einer erfolgreichen Existenzgründung verholfen.

Auch Schulprojekte in Vietnam und Kolumbien werden von uns langfristig unterstützt:

Schon seit 1997 unterstützen wir dieses Projekt in der Provinz Ben Tre im Mekong-Delta in Vietnam. Leider – oder besser glücklicherweise? – ist Vietnam heute nicht mehr als armes Land im öffentlichen Bewusstsein. Doch auch dort geht die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinander. Ein Lehrer/eine Lehrerin verdient im Monat umgerechnet ungefähr 80 -110 Euro. Davon kann man aber kaum leben oder gar eine Familie ernähren, Miete bezahlen und ein Moped unterhalten. In den ländlichen Regionen gibt es nicht genug Arbeit und die Löhne sind noch geringer. Deshalb ist es auch heute so, dass v.a. die Töchter aus armen Familien häufig nicht die Schule besuchen dürfen, weil sie auf kleine Geschwister aufpassen und beim Geld verdienen helfen müssen.  
Zwar besteht in Vietnam seit vier Jahren Schulpflicht nicht nur für die 5-jährige Grundschule, sondern auch für die 4-jährige Mittelschule, aber trotzdem müssen für den Besuch der Mittelschule Schulgeld, die Lernmittel und die Schuluniform bezahlt werden. Wer aber keine Schulbildung hat, kann nur in der Landwirtschaft oder in einer der Textilfabriken schlecht bezahlte Arbeit finden. Über die Kinderhilfe Hyvong Vietnam e.V. wird der Schulbesuch von insgesamt 200 Mädchen bis zum Abschluss unterstützt. 2011 beteiligte sich unser Verein mit 2.900 Euro an den Kosten dafür. Die örtlichen Verantwortlichen der vietnamesischen Frauen­union in der Provinz Ben Tre entscheiden, wer wirklich bedürftig ist, und überprüfen auch, dass die Mädchen wirklich in die Schule gehen können. Die betroffenen Familien haben meistens kein regelmäßiges Einkommen, d.h. sie leben von Gelegenheitsarbeiten (z.B. Saisonarbeit in der Landwirtschaft). Besonders unterstützt werden alleinstehende Mütter mit Kindern, von denen es leider auch immer mehr gibt.

Über 300 Kinder und Jugendliche der indianischen Minderheiten besuchen die INARGO-Schule. Es ist für sie die einzige Möglichkeit lesen und schreiben und verschiedene handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen. Viele erwerben mit dem Abitur auch die Hochschulreife.

Das ist einer der 3  Fischteiche, die unser Verein 2008 finanziert hat. Mit dem Schild oben dankt die
Inargo-Schule für die Hilfe.

Mit dem Gewinn und Einnahmen aus Aktionen und Spenden werden Hilfsprojekte unterstützt. Der gemeinnützige Verein Aktion Partnerschaft 3.Welt, Ludwigsburg e.V., in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dritte-Welt-Ladens organisiert sind, konnte 2009 die stolze Summe von 25.400 Euro verteilen.

Wie schon in den vergangenen Jahren fließt ein großer Teil dieser Summe in Bildungsprojekte: Bildung ist ein Schlüssel zur Entwicklung, und der Bildungshunger ist groß in den Ländern der sogenannten 'Dritten Welt'. Eltern sehen, dass eine gute Bildung ihren Kindern Chancen eröffnet, haben aber selbst kein Geld um Schulgebühren (die in den meisten Ländern der Erde üblich sind!), Schulmaterialien, Schuluniform usw. zu finanzieren, ganz zu schweigen davon, dass die meisten Familien darauf angewiesen sind, dass ihre Kinder durch Arbeit zum Familieneinkommen beitragen.

Ein Beispiel für langfristige Zusammenarbeit ist die Inargo-Schule für indianische Minderheiten in Monterilla/Kolumbien. Im Jahre 2000 gegründet gab es am Anfang nur zwei kleine, halbfertige Klassenräume ohne Fenster und Fußböden. Nur 3 von 10 Kindern in der Region gingen damals zur Schule, heute sind es mehr als 70% eines Jahrgangs. Weitere Klassenräume wurden gebaut, und ein kleiner Sportplatz entstand. Unter anderem mit Geld aus Ludwigsburg wurden Schulbusse angeschafft, um auch weiter entfernt wohnenden Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Eine Schulkantine entstand, in der die Kinder ein kostengünstiges, gesundes Mittagessen erhalten. Im letzten Jahr finanzierte der Verein drei Fischteiche, und die ersten Fänge sorgten schon für gesunde Fischmahlzeiten. Der Verkauf der überzähligen Fische trägt außerdem zur Finanzierung der Schule bei. Zwar sind die Abschlüsse der Schule staatlich anerkannt sind und die Absolventinnen und Absolventen gehören bei den landesweiten, zentralen Prüfungen zu den Jahrgangsbesten, aber es gibt nur geringe staatliche Zuschüsse, die die Kosten des Schulbetriebs nur zu einem Teil abdecken.

Nun möchte die Schule eine Filteranlage bauen zur Verbesserung der Wasserqualität. Der Bach, von dem die Schule ihr Wasser bezieht, ist verschmutzt. Ein Lehrer der Schule hat nun ein Filtersystem entwickelt, das keine teuren Geräte oder qualifiziertes Personal benötigt. Dieses System ist einfach in der Handhabung und Instandhaltung, aber dennoch hocheffizient. Das gereinigte Wasser soll nicht nur die Schule, sondern auch das Dorf Monterilla mit sauberem Wasser versorgen. Zur Anschaffung der in Kolumbien sehr teuren Materialien (Zement für den 7m hohen Wasserturm, Eisen, Rohrleitungen, Ventile usw.) werden aus Ludwigsburg 2700 Euro nach Kolumbien überwiesen.

In Kolumbien unterstützt der Verein außerdem noch ein Projekt zur Betreuung von Slumkindern in Cali mit 2600 Euro und ein Ernährungsprogramm für Kinder in Medellin mit 3000 Euro.

In Mexiko wird ein Selbsthilfeprojekt der Tenek-Frauen mit 900 Euro, in Peru Weiterbildungsmaßnahmen der Kaffeebauern mit 1900 Euro unterstützt und in Brasilien erhalten Dörfer in Amazonien 1500 Euro zur Anschaffung von Solarlampen.

Das Frauenzentrum Shahrak in Afghanistan, das auch schon mehrere Jahre unterstützt wird, erhält einen Zuschuss von 3100 Euro für den Bau eines eigenen Hauses. Außerdem beschlossen die Mitglieder der Aktion Partnerschaft 3.Welt, Ludwigsburg e.V. mit 1300 Euro das Studium von jungen Frauen in Herat zu unterstützen. Gerade in Zeiten der politischen und militärischen Unsicherheit finden wir es wichtig, dass wir uns weiter für die Belange der Frauen in Afghanistan einzusetzen.

In der Provinz Ben Tre in Vietnam sollen auch in diesem Jahr die Mädchen ein Stipendium bekommen, das ihnen den weiteren Schulbesuch ermöglicht. Der Dritte-Welt-Laden stellt dafür 3100 Euro zur Verfügung. Die Frauenunion Vietnams koordiniert die Vergabe der Stipendien und sorgt auch dafür, dass besonders begabte Schülerinnen anschließend mit einem Begabtenstipendium studieren können.

In Bangladesh erhält der Verein Mati 3.400 Euro, um einen Computer-Lehrraum einzurichten und den Lohn für eine Lehrerin zu finanzieren. In Kamerun wird das Dorf Mfida für den Betrieb seiner Krankenstation mit 1500 Euro unterstützt. Und das Projekt Preda von Pater Shay Cullen auf den Philippinen erhält 400 Euro zur Betreuung von Straßen- und Gefängniskindern.

Bilder von den Schulprojekten INARGO in Monterilla und der Kinderwerkstatt in Cali
Kolumbien (Fotos: Dr.Hilde Kemmerer)

Das Projekt Chreme bietet den Kindern und Jugendlichen 
aus den Slums nicht nur die Möglichkeit etwas zu lernen, 
sondern es ist für viele ein neues sicheres Zuhause. 
Schwester Edith ist für viele die 'Mutter' der großen Familie.
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Auch für die Schulbusse der INARGO-Schule in Monterilla 
sind die Dieselpreise stark gestiegen.

Über 300 Kinder und Jugendliche der indianischen Minderheiten besuchen die INARGO-Schule. Es ist für sie die einzige Möglichkeit lesen und schreiben und verschiedene handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen. Viele erwerben mit dem Abitur auch die Hochschulreife.
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